30 Juni 2009 / 27 Kw


Handelsblatt - Rohstoffpreise

Die Stimmung am Rohstoffmarkt hat sich aufgehellt. Nach Meinung von Eugen Weinberg, Leiter der Rohstoff-Analyse der Commerzbank, ist die neue Zuversicht aber verfrüht.
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Die Rohstoffpreise werden deutlich fallen (bei Handelsblatt.com am 29.06.2009 veröffentlicht)

22 Juni 2009 / 26 Kw


Der Börse droht ein Ölpreisschock

Der Ölpreis klettert rasant, und auch die Kurse an den Börsen haben seit den Tiefständen deutlich zugelegt. ... weitere Info

bei Handelsblatt.com am 19.06.2009 veröffentlicht

Preise für Düngemittel bestimmen den Phosphatmarkt

Über zwei Drittel der globalen Nachfrage an Phosphorsäure ist für den Düngemittelsektor mit den wichtigsten Produkten MAP und DAP bestimmt, wobei DAP die häufigste Form ist. DAP dient oftmals als Indikator im Hinblick auf die Entwicklung der Phosphatpreisgestaltung und ist in dieser Hinsicht vergleichbar mit der „Merchant Grade Acid“ (MGA). DAP wird zu marktorientierten Preisen verkauft, wobei der jeweilige Verkaufspreis vom Weltmarktpreis für Getreide abhängt. Je höher der Getreidepreis bzw. der Preis für andere Feldfrüchte, desto teurer ist DAP. Futtermittelzusätze, industrielle Märkte sowie die Lebensmittel- und Getränkebranche lenken nur einen geringeren Prozentsatz auf sich.

Die Produkte im Bereich der Wasch- und Reinigungsmittel stellen den größten Verbrauchsanteil im Industrie- und Lebensmittelsektor dar. Ein nur sehr geringer Anteil kommt bei den Spezialphosphaten zum Tragen, also dem Marktsegment, das von Budenheim abgedeckt wird.

Budenheim Marktreport April 2009

Der weltweite Einsatz von Düngemittel wird weiter steigen

Eine wachsende Weltbevölkerung mit kontinuierlich steigendem Lebensstandard hat zwangsläufig eine stetig ansteigende Lebensmittelnachfrage zur Folge, die sich insbesondere im Fleischverbrauch widerspiegelt. Preise für nahezu alle wichtigen Kulturpflanzen erreichten in der Saison 2007/08 ihre Rekordhöhe, so dass die Erzeuger großes Interesse hatten, ihre Ernteerträge zu maximieren. Die dadurch bedingte erhöhte Nachfrage nach ‚Input Traits’ führte zu neuen Rekordständen.

Aufgrund der als äußerst günstig erachteten Marktbedingungen wird die globale Düngemittelnachfrage voraussichtlich auch 2009/10, sowie in den Folgejahren weiter steigen. Ein Großteil der Nachfragezunahme wird aller Wahrscheinlichkeit nach aus Südostasien kommen. Zusätzlich gibt es ein Risiko für Preisspekulationen, die durch Lieferengpässe aufgrund eines zunehmenden Protektionismus in Regionen mit erhöhter Nachfrage entstehen.

Budenheim Marktreport April 2009

China verlängert den Exportzoll auf Düngemittel

Die “National Development and Reform Commission” (NDRC) der Volksrepublik China hat am 20. März 2009 bekannt gegeben, den Exportzoll für Düngemittel für die Hochsaison von Februar bis Mai unverändert zu belassen. Dies soll die angemessene Versorgung der inländischen Landwirtschaft gewährleisten.

Die möglichen Auswirkungen auf die Phosphatpreise sind nicht zu unterschätzen, denn China konsumiert zurzeit mehr Phosphatdünger als irgendein anderes Land.

Budenheim Marktreport April 2009

Die Verfügbarkeit von Phosphorsäure bleibt knapp

Das weltweite Phosphorsäureangebot und ihrer Nachfrage wird aller Voraussicht nach auf dem Niveau von 2008 bleiben. Vor 2011 werden keine größeren Veränderungen erwartet. In naher Zukunft werden die wichtigsten Projekte in China getätigt. Jedoch wird dieses zusätzliche Angebot in erster Linie der inländischen Versorgung dienen, was keinen wesentlichen Einfluss auf das globale Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage haben wird. Eine neue bedeutende Größe außerhalb von China wird das saudi-arabische Maaden-Projekt sein, welches 2012 in Betrieb gehen wird.

In Anbetracht dieser Tatsachen wird der Phosphorsäuremarkt angespannt bleiben und damit Raum für Preisspekulationen geben, insbesondere in den saisonalen Zeiten landwirtschaftlichem Anbaus.

Budenheim Marktreport April 2009

15 Juni 2009 / 25 Kw


Die Industrieproduktion und der Handel sind besonders betroffen

Die anhaltende globale Finanzkrise hat Unsicherheiten in Schlüsselindustrien zur Folge. Diese führen zum sinkenden Wohlstand der Haushalte und erhöhen dadurch den Druck auf die allgemeine Verbrauchernachfrage. Der damit verbundene hohe Grad an Ungewissheit bewirkt, dass sowohl private Haushalte als auch Unternehmen ihre Ausgaben auf unbestimmte Zeit verschieben und geplante Investitionen zunächst zurückgestellt werden, was wiederum zu einer sinkenden Nachfrage führt. Gleichzeitig schränkt auch die Kreditverknappung nicht nur Unternehmens-, sondern auch private Investitionen ein. Zudem untergraben möglicherweise protektionistische Maßnahmen die globalen Anstrengungen, sich möglichst schnell von der Krise zu erholen.

Budenheim Marktreport April 2009

Niedrigere Ernte erwartet

Aufgrund der stark angestiegenen Lebensmittelpreise stieg auch die Zahl der weltweit Hungernden im vergangenen Jahr von 854 auf 967 Millionen Menschen (+13%). Vorübergehend werden gewisse Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die landwirtschaftlichen Rohstoffpreise erkennbar sein, doch Joseph Glauber, Chefökonom des „United States Department of Agriculture“ (USDA), prophezeit, dass die Preise nach wie vor weit über dem Durchschnitt der letzten acht Jahre seit 2000 liegen werden.

Frühe Indikatoren für den weltweiten Getreideertrag im Jahr 2009 prognostizieren eine geringere Ernte im Vergleich zum vorherigen Rekordjahr. Dadurch veranlasst, tendieren einzelne Länder zu einer protektionistischeren Lebensmittelversorgungspolitik und verlängern Ausfuhrverbote. Jacques Diouf, Chef der „UN Food and Agricultural Organisation“ warnt: „Die Krise ist nicht nur immer noch da, sie könnte sich vielmehr noch verschlimmern!“. Folglich wird erwartet, dass die Preise auf hohem Niveau bleiben werden. Analysten sehen sogar Anzeichen für eine weitere Preissteigerung im Jahr 2009.

Budenheim Marktreport April 2009

Gleichbleibende Nachfrage und Produktionskürzungen

Der derzeitige Preis für “Merchant Grade Phosphoric Acid” CFR NW Europa und DAP liegen am Ende des Preisabschwungs.

Im Zuge von Preisentwicklungsabschätzungen dürfen die drastischen Produktionskürzungen nicht unterschätzt werden. Diese Kürzungen sind zum einen auf die Anpassung der Produktion an die schwache Nachfrage zurückzuführen, zum anderen dienen sie dazu, die Verfügbarkeit von Produkten zu reduzieren und ihre Preise auf hohem Niveau zu halten. Der DAP-Preis hat sich zudem stabilisiert. Dies kann als frühzeitiger Indikator für einen sich stabilisierenden MGA-Preis interpretiert werden.

Budenheim Marktreport April 2009

Bezugspreise für Kalilauge leicht gefallen, für Natronlauge konstant hoch

Kaliumhydroxid (KOH, allgemein bekannt als „Ätzkali“) wird für die Kaliumphosphatproduktion benötigt. Die Preisgestaltung ist direkt an die Verfügbarkeit von Kali für Düngemittelprodukte gekoppelt. Obschon deren Verfügbarkeit gegen Ende der „Enteisungssaison“ im Bereich Flugverkehr, in der es in größeren Mengen verwendet wird, zugenommen hat, fand aufgrund drastischer Kürzungen der Produktionskapazitäten mit Beginn des letzten Jahres kein größerer Preissturz statt.

Die weltweite Nachfrage nach Chlor, welches in einem Prozess zusammen mit Natronlauge hergestellt wird, ist als Folge der Wirtschaftskrise rückläufig. Dieser Nachfragerückgang hat auch die Verfügbarkeit von Natronlauge reduziert und den leicht fallenden Preis auf weiterhin hohem Niveau belassen.

Budenheim Marktreport April 2009

Ausblick auf das nächste Quartal

Aufgrund der Wirtschaftskrise wird erwartet, dass die allgemeine Nachfrage auf einem wesentlich tieferen Niveau liegen wird als noch 2008. Die Prognosen sind abhängig vom jeweiligen Industriezweig und zurzeit nicht wirklich verfügbar.

Die Getreidepreise werden aufgrund hoher Preise für Düngemittel und geringerer Ernteerwartungen voraussichtlich hoch bleiben. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Nachfrage nach Düngemitteln weiter kontinuierlich ansteigen wird, wenn auch mit geringerer Geschwindigkeit im Jahr 2009. In China werden neue Kapazitäten in Betrieb genommen. Aufgrund des bereits auf hohem Niveau wachsenden innerchinesischen Konsums sowie bestehenden Ausfuhrbeschränkungen wird die Verfügbarkeit von MGA auf dem Weltmarkt angespannt bleiben. Dies wiederum wird die Rohstoffkosten für Spezialphosphate antreiben.
Darüber hinaus haben fast alle Spezialphosphathersteller als Reaktion auf die geringere Nachfrage Produktionskürzungen umgesetzt, die längere Lieferzeiten zur Folge haben und zum Teil bereits jetzt zu Versorgungslücken führen. Allgemein herrscht der Trend von kostenbasierter zu marktbasierter Preisfindung bei Spezialphosphaten vor.

Unterstützt durch unsere Struktur privater Anteilseigner werden wir weiterhin aktiv Kosten reduzieren und Prozesse verbessern, um so das Optimum aus Kosten- und Kapazitätsbeschränkungen zu erreichen. Inmitten einer weltweit anhaltenden Wirtschaftskrise sowie einer Rezession in unseren wichtigsten Märkten legen wir höchste Priorität auf die Umverteilung variabler Kosten innerhalb unserer Produktionsanlagen sowie den geschickten Einsatz unserer Arbeitskräfte, so dass Entlassungen verhindert werden können. Dabei werden einerseits möglicherweise Engpässe für einzelne Produkte entstehen, andererseits sind unsere Kunden willkommen, aktiv bei Strategien zur optimalen Betriebsauslastung zu partizipieren.

Budenheim Marktreport April 2009

Rio Tinto schlägt Chinesen die Tür zu

Scheinbar hat diese Meldung mit Deutschland nicht viel zu tun, doch das täuscht: Der weitere Einstieg der Chinesen ... weitere Info

bei Handelsblatt.com am 05.06.2009 veröffentlicht

03 Juni 2009 / 23 Kw


Ausschnitte Handelsblatt vom 27.05.2009

Eisenerz fällt vom Rekordniveau

... Aus Sicht des europäischen Stahlverbands Eurofer wird die Preisspirale in den kommenden Jahren weiter zurückgedreht. "Es wurden neue Kapazitäten bei der Rohstoffproduktion geschaffen, und zudem ist die Stahlnachfrage gesunken", sagt Verbandschef Gordon Moffat. Im kommenden Jahr würden die Stahlfirmen daher erneut auf Preisnachlässe drängen.

Langfristig rechnen Experten mit einem erneuten Anstieg der Kosten für Eisenerz und andere Rohstoffe. "Die Krise wird ja irgendwann enden, und dann werden vor allem China und Indien ihr starkes Wachstum fortsetzen", sagt Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Zudem ist die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen in einigen Ländern auf Eis gelegt worden. Die Produktion werde relativ schnell wieder an ihre Grenze stoßen, sagt Weinberg. "Wenn man von einer allgemeinen Tendenz spricht, sollte der Großteil der Rohstoffe in den kommenden Jahren höher notieren als jetzt."

Aus Sicht von Goldman Sachs haben die Rohstoffpreise bereits ihren Boden gefunden. Bei Kupfer etwa zeichnet sich eine Erholung ab. Allerdings muss sich zeigen, wie nachhaltig diese ist. Denn nach Angaben von Marktteilnehmern hat vor allem China größere Vorräte am Markt aufgekauft, um für ein künftiges Wachstum gerüstet zu sein.

Quelle: Handelsblatt - 27.05.2009

Getreidepreise schießen wieder in die Höhe

Nach einem starken Preisverfall über das gesamte Jahr 2008 hinweg sind die Preise an den Märkten für landwirtschaftliche Rohstoffe seit Beginn dieses Jahres wieder kräftig in die Höhe geschossen. Vor allem an den Getreidemärkten sind seit Jahresbeginn - analog zu den Märkten für metallische und energetische Rohstoffe - starke Preissteigerungen zwischen 30 und 40 Prozent festzustellen. Für den Umschwung auf dem Agrarmarkt waren unter anderem negative Witterungseinflüsse und die daraus resultierende Furcht vor schlechten Ernten ursächlich.

... Das Ministerium hat für alle Getreidearten zusammen für die Saison 2009/2010 einen nur leichten weltweiten Angebotsüberschuss von rund 30 Mio. Tonnen prognostiziert. Das gilt als knappes Polster etwa gegen Missernten.

In der laufenden Saison 2008/2009 wird noch ein Überschuss von 76 Mio. Tonnen erwartet. Die Experten des Washingtoner Ministeriums gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Mais, Sojabohnen und Weizen in der kommenden Saison neue Rekorde erreichen wird. Bekanntlich dient Getreide wie Weizen, Mais und Sojabohnen nicht nur als Grundstoff für die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, sondern zunehmend auch als Basis für die Erzeugung von Bioenergie. Auf der Nachfrageseite steht der anhaltend hohe Bedarf der Volksrepublik China. Das Handelsministerium in Peking hatte zuletzt erklärt, der Getreide-Importbedarf werde auf absehbare Zeit hoch bleiben. Um den langfristig steigenden Getreidebedarf zu sichern, hat sich Peking Zugang zu Agrarland in Afrika und Lateinamerika gesichert.

Quelle: Handelsblatt - 27.05.2009

Rohöl langfristig teurer

... Die Opec kann vergleichsweise zufrieden damit sein, was sie mit ihren Kürzungen erreicht hat. Im Moment kostet ein Barrel Rohöl ungefähr 60 US-Dollar - im Februar waren es noch an die 30 Dollar. Sollte die erhoffte Belebung der weltweiten Konjunktur einsetzen, wird wahrscheinlich auch der Ölpreis stärker anziehen. Johannes Benigni vom Wiener Ölprognose-Institut JBC Energy rechnet damit, dass der Preis für ein Barrel bis zum nächsten Frühjahr auf 75 Dollar steigen wird. "Kurzfristig erwarten wir aber einen Rückgang vom aktuellen Niveau", sagt Benigni. Denn im Moment dominiere noch die Unsicherheit. Es sei zu früh, von einer anhaltenden konjunkturellen Erholung zu sprechen.

Nach Meinung der meisten Experten müssen die erwarteten 75 Dollar im nächsten Frühjahr aber nicht das Ende des Preisauftriebs bedeuten. Pessimisten fürchten sogar, dass der Rohölpreis wie vor einem Jahr wieder deutlich über die Marke von 100 Dollar klettern könnte. Ihr Argument: Wegen der aktuell niedrigen Preise werde zu wenig in die Suche nach neuen Ölfeldern investiert. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) schätzt, dass die Investitionen der Branche in diesem Jahr zwischen 15 und 20 Prozent fallen werden.

Quelle: Handelsblatt - 27.05.2009

Ausschnitt Handelsblatt vom 03.06.2009

Rohstoffaktien: Die nächste Rally?

Die Preise für Rohstoffe sind nach dem rasanten Absturz im vergangenen Jahr zuletzt wieder gestiegen. Egal ob Gold, Öl oder Industriemetalle -Investoren zahlen wieder deutlich mehr als noch im Winter; sie hoffen auf ein baldiges Ende der Rezession. Welche Rohstoffaktien sich zuletzt besonders gut geschlagen haben – und wie die weiteren Aussichten sind. ... weiter Info

Quelle: Handelsblatt - 03.06.2009

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