Newsarchiv November 2008


27 November 2008 / 48 Kw


Natronlaugenentwicklung November-Dezember 2008

Info von einem unserer Vorlieferanten

..... wie in den vorherigen Mails angedeutet, haben wir im Dezember mit weiteren Mengenkürzungen zu rechnen. Für den Monat November haben wir nur noch 280 T./nass zur Verfügung. Im Dezember wird unser Gesamtvolumen nochmal um 200 T./dry t. gekürzt werden. Es werden also nur insgesamt 700 T./dry für uns frei gegeben werden.

Wir fügen auch noch das Anschreiben seitens Vinnolit bei, wo die Hintergründe etwas genauer definiert werden, die zu dieser dramatischen Situation, die ja fast einem Force Majeure nachkommt, geführt hat.

Anschreiben von Vinnolit an den Vorlieferanten:

Force Majeure / Chloralkali-Elektrolyse Knapsack

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir hatten Ihnen in unserer E-Mail vom 14.07.2008 mitgeteilt, dass die Produktion unserer Chloralkali-Elektrolyse in Knapsack als Konsequenz der Explosion/Verpuffung vom 08.06.2008 nur mit 85% der Kapazität läuft. Dies hatte seitdem Kürzungen der Natronlauge-Liefermengen zur Folge, da die volle Leistungsfähigkeit der Elektrolyse nicht mehr erreicht werden konnte.

Das bedeutet, dass die verbleibenden aktiven Amalgamzellen permanent einer erhöhten Belastung ausgesetzt sind. Trotz Ergreifen aller zumutbaren Maßnahmen sind die Kontakte und die Mechanik der einzelnen Amalgamzellen nun durch die erhöhten Belastungen erheblich beschädigt und die Störungen im laufenden Betrieb nehmen ständig zu.

Diese Situation wird noch massiv durch die Tatsache beeinflusst, dass die für die erforderlichen Reparaturen und Erhaltungsmaßnahmen benötigten Ersatzteile aufgrund der langen Lieferzeiten von bis zu vier Monaten nicht vor dem Jahreswechsel erfolgen können.

Mit den bisher durchgeführten und noch realisierbaren Maßnahmen kann ein stabiler Betrieb in einem Teil unserer Chloralkali-Elektrolyse in Knapsack nicht mehr gewährleistet werden und die auftretenden Schaltfehler ermöglichen keine sichere Betriebsführung.
Aus Sicherheitsgründen waren wir daher gezwungen, die Produktion im Block 2 unserer Chloralkali-Elektrolyse im Werk Knapsack heute und bis auf weiteres abzuschalten.

Demnach müssen wir die bereits im E-Mail vom 14.07.2008 mitgeteilte Produktionseinschränkung (teilweise Force Majeure - Erklärung) als Folge des Explosionsschadens im Juni dieses Jahres leider wieder erweitern, weil unsere Lieferfähigkeit für Chlor und Natronlauge voraussichtlixh bis Ende dieses Jahres um ca. 30% eingeschränkt sein wird.

Zeitgleich verstärken wir selbstverständlich unsere Anstrengungen beim Kapazitätsaufbau im Werk Gendorf, damit wir im Januar 2009 zu den bekannten Liefemengen zurückkehren können.

Wir bedauern diese technische Entwicklung außerordentlich und stehen für Rückfragen jederzeit zu Ihrer Verfügung. .....


20 November 2008 / 47 Kw


Wasserglas

Info von einem unserer Vorlieferanten

..... unter Bezugnahme auf die in 2008 erfolgten Lieferungen von Wasserglas an Ihr Haus ist von unserer Seite festzustellen, dass in der Zwischenzeit Kostensteigerungen mit Schwerpunkt in den Bereichen Rohstoffe, Energien und Frachten eingetreten sind, welche wir nicht an Ihr Haus weitergereicht haben.

In Anbetracht bereits heute anvisierter weiterer Steigerungen ist es uns aufgrund des starken Kostendrucks nicht möglich, den in diesem Jahr praktizierten Preis auch auf das kommende Jahr zu übertragen.

Vor diesem Hintergrund bieten wir für Lieferungen ab dem 01.01.2009 auf freibleibender Basis an:

- Kaliwasserglas 28/30 + 10,9%
- Natronwasserglas 37/40 + 22,4%
- Natronwasserglas 50/52 + 10,5%

Alle Preise per 100 Kgs ab Werk. Die vereinbarten Lieferbedingungen bleiben unverändert .....


12 November 2008 / 46 Kw


Nitroverdünnung

Nitroverdünnung ist momentan sehr knapp.

Hintergrund:
Durch die deutliche Reduktion im Automobilbau ist der Bedarf an Lacken erheblich zurückgegangen und somit auch an Lösemitteln.

D.h. Nitroverdünnung steht als Abfallprodukt aus den Lackierereien nicht mehr in dem Maße zur Verfügung und es muß mit Frischware gemischt werden, was deutlich teurer ist.


Transportkostenzuschlag

Wir reduzieren den Transportkostenzuschlag von derzeit 0,89 € auf 0,75 € gültig ab 10.11.2008.


Natriumfluorid 98/100

Natriumfluorid 98/100 ist im Einkauf um über 7% gestiegen.


Preisfixierung bei div. Produkten

Seitens einer unserer Vorlieferanten haben wir für nachfolgende Produkte eine Preisfixierung bis Ende 2009.

Bei Salzsäure 37% chem. rein mit einem Preisanstieg von plus 7,5%.

Bei Salzsäure 31% techn. wird es vorausichtlich keine Preisbewegung bis Ende 2009 geben.

Bei Eisen-III-Chlorid-Lösung 40% steht eine Preiserhöhung von ca. 12-13% an, dann aber fix bis Ende 2009.


10 November 2008 / 46 Kw


Natronlauge

Info von einem unserer Vorlieferanten

..... ein Produzent informierte uns, dass die Preise für das Lagergeschäft ab dem 01.11.2008 um über 12% steigen werden.

Dieser Preis ist unseres Erachtens trotz der schwierigen Lage ein 'Abwehrpreis'. Dieser Produzent zeigt aber keinerlei Kooperation. Die Aussage ist, dass andere bereits auch die Preise erhöht haben oder erhöhen werden, und das von seiner Seite sogar die Möglichkeit auf 'Force Majeure' im Dezember besteht.
Es sollen durch den Wegfall des 'Chlorgeschäftes' wohl auch finanzielle Defizite ausgeglichen werden.

Auch andere werden wohl eine Preiserhöhung vornehmen, diese steht aber im Moment noch nicht fest .....

Diese Aussage hat bis jetzt allerdings nur ein Produzent getätigt!


Märkte Flüssig und Fest Anorganika

Es gibt zur Zeit zum Teil deutliche Nachfragerückgänge in einigen Bereichen von Rohstoffen, die auch zu niedrigeren Rohstoffpreisen führen. Jedoch kommt es in vielen Märkten und bei den Verbrauchern nicht zu den erwarteten Preisrückgängen.

Das liegt einmal an den ganz bewußt deutlich reduzierten Kapazitäten seitens der Hersteller, um ein 'Gleichgewicht zur Nachfragesitutation' abbilden zu können. Man kennt das von der OPEC.

Zum anderen sind viele Läger der Produzenten und Zwischenhändler noch mit Waren der alten Preiskalkulation gefüllt. In vielen Fällen setzten diese Vorlieferanten auf Liefersicherheit und reagierten mit einem Lageraufbau, wie auch viele Kunden, um vertragliche Verpflichtungen und die allgemeine Versorgung ihrer Kunden sicherstellen zu können.

Zudem laufen jetzt zum Ende des Jahres viele Kontrakte in und für 2008 aus, so dass alle Produzenten diese Situation für eine generelle Neukalkulation nutzen. Auch gibt es eine Tendenz auf Produzentenseite nur noch große Mengenkontrakte mit wenigen Marktteilnehmern zu machen und die restliche Produktion direkt zu verschiffen. Wohin auch immer. Dabei sprechen dann Aussagen über längerfristige Produktions-, Preis- oder Mengenentwicklungen von 8 Wochen!! eine eigene Sprache.

Einzelne Rohstoffe bzw. Produkte:
Phosphate werden im Augenblick auf den Weltmärkten leichter gehandelt, die Nachfrage nach Düngemitteln ist jetzt sehr reduziert, trotzdem sind die Preise nicht nennenswert reduziert worden.

Auch die Nachfrage nach PVC ist so gut wie „zusammengebrochen“. Hintergrund sind die erheblich zurückgefahren Bauaktivitäten und des Automobilbaues bei denen PVC-Produkte in großem Stil zum Einsatz kommen. Dadurch, dass PVC nicht mehr bzw. kaum benötigt wird, ist das Kuppelprodukt Natronlauge nicht mehr zu produzieren, bzw. fällt nicht mehr ab. Bei diesem, für die deutsche Wirtschaft sehr wichtigen Ausgangsstoff ist die Reduktion der Nachfrage aus allgemeinkonjunktureller Sicht nicht entscheidend für den Preis. Dieser wird schlicht definiert aufgrund der zurückgefahren Kapazität und der damit für die übrigen Nachfrager gekappten Verfügbarkeit.

Somit sind die Produktionen für Ätznatron erheblich eingeschränkt. Eine Verfügbarkeit gibt es nur nach Abstimmung, Vorlaufzeiten 3-5 Wochen gehören zum Alltag. Neukunden, d.h. Kunden die vorher nicht beliefert wurden werden abgelehnt. Dieses führt z.B. trotz eines allgemeinen Nachfragerückganges zu Preiserhöhung. Dies wird in den nächsten Wochen für Ätznatron definitiv geschehen, wenn sich nicht nachvollziehbar, für die Produzenten, die Perspektiven verändern.

Auch Schwefel ist auf den Weltmärkten günstiger geworden. Daraus eine Schwefelsäure zu machen ist per dato genauso teuer und eng wie zuvor. Im Vorgriff auf Kapazitätsreduzierungen im Ruhrgebiet bleibt der Schwefelsäurepreis konstant. Aussagen zur weiteren Entwicklung werden nur für einen Zeitraum von maximal 8 Wochen getroffen.

Wir werden, wie auch in der Vergangenheit, uns ständig bemühen Ihnen einen marktgerechten Preis unter den Bedingungen von Qualität und Verfügbarkeit zu bieten. Insbesondere die Versorgung mit einigen Produkten ist weiterhin eine eminent wichtige Aufgabe, der wir uns für Sie gerne stellen.

Jörg Seidel


03 November 2008 / 45 Kw


Natronlauge für November und Dezember über die Fa. DOW

Info von einem unserer Vorlieferanten

..... die Fa. DOW hat uns soeben informiert, dass für die kommenden Monate November und Dezember keine zusätzlichen Mengen an Natronlauge für Streckenanfragen zur Verfügung stehen, jedoch werden alle Kontraktkunden weiterhin beliefert.

Aufgrund des schlechten Absatzmarktes im 'PVC-Geschäft' mußte die Produktion drastisch reduziert werden, um weitere Lagerüberschüsse zu vermeiden.

Bei Anfragen für NaOH 45% steht uns leider nur ein Produzent im Moment zur Verfügung dessen Sitz in Wilhelmshaven ist. Dies ist bei zukünftigen Anfragen zu berücksichtigen, ob die von der Entfernung jeweils noch attraktiv genug ist.

Leider können wir Ihnen da im Moment keine bessere Alternative geben .....


Biotreibstoff- und Nahrungsmittelproduktion im Wettbewerb

Hervorgerufen durch die hohen Rohölpreise ist ein neuer Absatzmarkt für landwirtschaftliche Produkte entstanden: die Herstellung von Biotreibstoffen. Biotreibstoffe werden aus verschiedenen Gründen derzeit auch politisch stark unterstützt: sie liefern eine scheinbare Unabhängigkeit von den Rohölmärkten und damit ein lokales Einkommen aus dem Energiemarkt, sie sollen die Emission von Treibhausgasen reduzieren und für wirtschaftliches Wachstum in Entwicklungsländern sorgen. Die Höhe und die Intensität der wirtschaftlichen und politischen Förderung der Herstellung und der Verwendung von Biotreibstoffen wird noch für Jahre hinaus für eine Stabilität dieses Industriezweiges sorgen.

Obwohl die Produktion von Biokraftstoffen zu einem höheren Bedarf an Düngemitteln und zu niedrigeren Vorratsmengen von Getreide beiträgt, muss der zusätzliche Bedarf als ‚untergeordnet’ im Vergleich zur langfristigen Entwicklung eines höheren Nahrungsmittelbedarfs eingestuft werden. Die Verwendung von Getreide für Lebensmittel und als Futtermittel trägt immer noch zu mehr als 95 % des globalen Getreidebedarfes bei.

Quelle: Budenheim - Marktbericht und -analyse Oktober 2008


Der Getreidebedarf wächst weltweit

Die globale Produktion von Getreide wird in 2008 um 2,6 % auf 2.164 Millionen Tonnen steigen. Der Grossteil dieses Anstiegs wird von Weizen getragen, ausgelöst durch eine signifikante Erhöhung der Anbauflächen in den Hauptanbauländern. Die Weizenpreise gaben im Laufe des Septembers weiter nach. Die Preise für Mais stabilisierten sich auf hohem Niveau, es wird aber mit weiteren Druck auf die Erzeugerpreise gerechnet. Verantwortlich für den weiteren Rückgang der Preise sind saisonal bedingte höhere Ernten in den Anbaugebieten der Nordhalbkugel, fallende Rohölpreise und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft durch die internationale Finanzmarktkrise.

Das Verhältnis der Getreidebestände in 2007/8 zur Getreideverwendung im Folgejahr wird auf den niedrigsten Stand seit drei Jahrzehnten (18,8 %) sinken. Auch in Anbetracht der Zunahme der Ernten während 2007 reicht die Belieferung nicht aus, den Bedarf ohne eine massive Reduzierung der Bestände zu decken.

Quelle: Budenheim - Marktbericht und -analyse Oktober 2008


Der Einsatz von Düngemittel nimmt stetig zu

Der Bedarf an Getreideprodukten wächst, hervorgerufen durch ein stetiges Bevölkerungswachstum und Zunahme des Wohlstandes. Um den Bedarf zu decken, müssen die Produzenten von Getreide die zur Verfügung stehenden Anbauflächen effektiver nutzen. Auch die Bauern in den Entwicklungsländern haben mittlerweile gelernt, dass ein Einsatz von mehr Düngemittel zu höherer Profiten führen kann.

Als Folge der attraktiven Preisgestaltung für landwirtschaftliche Produkte im ersten Halbjahr 2008 nahm der Bedarf an Düngemittel um 4,1 % im Vergleich zur Vorperiode zu. Der weltweite Bedarf wird im Berichtsjahr 2007/2008 169,4 Millionen Tonnen (Mt) Nährstoffe erreichen (2006/2007: 162,7 Mt). Sollten sich die Marktbedingungen nicht wesentlich ändern, ist mit einer weiteren Steigerung auf 174,7 Mt im Jahr 2008/2009 zu rechnen. Der Markt für Düngemittel wird in allen Regionen der Welt wachsen, mittelfristig und regional betrachtet hauptsächlich in Asien und, zu geringerem Anteil, in Lateinamerika.

Quelle: Budenheim - Marktbericht und -analyse Oktober 2008


Rohölpreise geben nach, liegen aber weiterhin auf hohem Niveau

Die Rohölnotierungen sind auf ein Acht-Monats-Tief abgerutscht. Geschüttelt von der Finanzkrise zeigen vor allem die Produktpreise heftige und extreme Schwankungen. So stürzten Benzin, Diesel und Heizöl insbesondere auf dem US-Markt peak-artig weit nach unten. Die OPEC hat jedoch auf ihrer Beschlußkonferenz in Wien festgelegt, daß sich die einzelnen Förderländer künftig strikt an die Quotenvorgaben halten sollen, um so das Preisniveau zu stabilisieren. Der Ölverbrauch im Hauptabsatzmarkt USA ist im letzten Monat um fünf Prozent gesunken.

Die hohen Rohölpreise sind der Grund für den Kostenanstieg vieler Ölfolgeprodukte und anderer Industrieprodukte. Der stärker werdende US$ dämpft die Einsparungen insbesondere europäischer Verbraucher aus dem gesunkenen Ölpreis, so dass sich energieseitig die allgemeine Preiserhöhung bestenfalls verlangsamt.

Quelle: Budenheim - Marktbericht und -analyse Oktober 2008

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